![]()
Newsletter 03/11
Liebe Leserin, lieber Leser
Sie erhalten die Herbstausgabe unseres Newsletters. Wir wünschen viel Spass beim Lesen!
Wir haben unser Kursangebot im Bereich Nikotin überarbeitet und werden in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit ab Januar 2012 Smokeless-Kurse anbieten.
Smokeless ein Kursangebot für jugendliche Raucher und Raucherinnen zwischen 12 und 18 Jahren, die das Rauchen reduzieren und vielleicht (später) ganz damit aufhören wollen. . Mehr dazu finden Sie auf unserer Homepage: www.fachbereich-sucht.ch
Aufhören nach Mass – Rauchstopp-Kurse für Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren
Ein Kursangebot für Jugendliche, die mit dem Rauchen aufhören möchten und dies zusammen mit Gleichgesinnten unter fachlicher Unterstützung tun wollen. Weitere Informationen unter www.fachbereich-sucht.ch, www.rauchfreieschule.ch
Alkohol- und Tabaktestkäufe: Gesetzliche Verankerung per 01. Januar 2012
Wir freuen uns darüber, dass der Regierungsrat die vom Kantonsrat beschlossene Änderung des Gesundheitsgesetzes per 01. Januar 2012 in Kraft setzt. Dadurch erhalten Testkäufe von Alkohol- und Tabakprodukten durch Jugendliche im Kanton Zürich eine explizite gesetzliche Grundlage. Diese neue gesetzliche Grundlage erlaubt es dem Kanton und den Gemeinden inskünftig, die Einhaltung des Mindestalters beim Verkauf von Alkohol und Tabak mittels Testkäufen durch Jugendliche zu kontrollieren. Wir beraten die Gemeinden des Bezirks Andelfingen gerne, wie sie diese durchführen können.
Alkoholgesetz
Der Bundesrat hat den Ergebnisbericht zur Vernehmlassung der Totalrevision des Alkoholgesetztes zur Kenntnis genommen. Einerseits soll der Jugendschutz verstärkt und Alkoholabgabe in der Nacht eingedämmt werden. Der Bundesrat schlägt zwei Massnahmen zur Einführung des „Nachtregimes“ im Alkoholverkauf vor: Von 22 Uhr bis 6 Uhr soll im Detailhandel keine Alkohol mehr gekauft werden können und in den Ausschankbetrieben keine Lockvogelangebote mehr möglich sein. Anderseits wird die Alkoholherstellungsbranche von Steuererleichterungen profitieren sowie von veralteten Einschränkungen befreit werden. Die Werbeeinschränkungen für Spirituosen werden gelockert. Preisliche Massnahmen (Lenkungsabgaben) sind nicht vorgesehen. Letzteres wird damit begründet, dass der Alkoholkonsum pro Kopf in den letzten Jahren regelmässig gesunken ist. Den Verzicht auf die Lenkungsabgaben und die Lockerung der Werbeinschränkungen wird von SUCHT INFO SCHWEIZ kritisiert. Das neue Alkoholgesetz wird voraussichtlich per 01. Januar 2014 in Kraft treten.
Kinder und Unterhaltungsmedien
Die Stellen für Suchtprävention des Kantons Zürich haben einen Flyer mit Tipps für Eltern von 5- bis 12-Jährigen erarbeitet, der zu den Themen „Handy, Fernseher, Computer – Abhängigkeiten vermeiden“ wichtige Informationen zu Chancen und Risiken von Unterhaltungsmedien sowie Hinweise zu Beratungsstellen liefert. Auf der Webseite finden Sie ein Formular, auf dem Sie direkt und einfach bestellen können.
Der Flyer wird in neun Sprachen übersetzt werden und kann ab Anfang 2012 in den übersetzten Versionen bezogen werden.
In diesem Zusammenhang möchten wir Sie über eine Studie der Universität Basel informieren, die zum Schluss kommt, dass nächtliches Computerspielen und depressive Symptome in einem Zusammenhang stehen. Die Forschenden konnten belegen, dass wer nachts zwischen 22 und 6 Uhr regelmässig Online-Computerspiele spielt, ein erhöhtes Risiko für depressive Symptome aufweist – unabhängig davon, wie viele Stunden pro Woche insgesamt gespielt wurden.
Der Zeitpunkt, wann am Computer gespielt wird, ist demzufolge für die psychische Gesundheit wichtiger als die Spieldauer. Für die Studie sind über 600 Spieler des Online-Rollenspiels „Word of Warcraft“ befragt worden, das weltweit von über 11 Millionen Menschen gespielt wird und für sein hohes Suchtpotential bekannt ist. Die befragten Spieler waren zwischen 13 und 30 Jahre alt und spielten durchschnittlich 22 Stunden pro Woche am Computer. (Quelle: Lemola S. Brand, Vogler N., Perkinsoon-Gloor,
Kritik und Anregungen nehmen wir gerne entgegen!
Sonja Ott Seifert/Bereichsleiterin Fachbereich Sucht